Der Unsinn vom „verdeckten Teilakt“ – Marc Kosicki

Der Unsinn vom „verdeckten Teilakt“

Anfangs hatte ich das Gefühl, sie wüsste nicht was sie wolle.

Die Rede war von verdeckten Teilakt in der Anfrage. Während des Vorgespräches mit dem noch jungen und unerfahren Model hörte ich heraus, dass sie eigentlich Unterwäsche Bilder wünschte. Aufgrund meiner nun anhaltenden Verwirrung lies ich mir erklären, dass sie das nackte wieder zudecken wolle und Bauch sowie Schulter wiederrum nackt seien.
Grübelnd nahm ich ihre Erklärung an. Doch all das ließ mir nach dem Fotoshooting keine Ruhe. Ich musste für mich unbedingt herausfinden, was der Unterschied zwischen einem Akt- und einem Teilakt Bild sei. So ganz eindeutig schienen mir die Definitionen im Netz und in der Literatur nicht.
Deshalb versuche ich es einmal selbst anhand von einiger Beispiele.
Erste Recherchen führten mich auf Wikipedia, welche die Aktfotografie folgendermaßen definierte:

„Als Aktfotografie bezeichnet man ein Genre der künstlerischen Fotografie, dessen Thema die Darstellung des nackten (Vollakt) oder teilweise nackten (Halbakt) menschlichen Körpers ist. Es stellt somit die Umsetzung des künstlerischen Aktes mit den technischen Mitteln der Fotografie dar.“

Bild 1: Aktbild

Kurz gesagt, ein Aktfoto stellt ein unbekleidetes Model dar. Bei einer künstlerischen Abbildung spielt die Sicht auf Primäre, als auch Sekundäre Geschlechtsteile eine Untergeordnete Rolle.

Laut Definition zeigt Bild 1 ein Aktfoto. Aber auch Bild 2 & 3 sind dem Genre zugeordnet, denn auch wenn Brust als auch Scharmbereich nicht sichtbar sind, ist das Model unbekleidet.

Bild 2: Verdeckter Akt
Bild 3: Verdeckter Akt

Doch weder ein nackter Po noch Rücken reichen dafür aus, ein Bild als Teilakt zu bezeichnen. Dafür muss zwingend die Brust, also das Sekundäre Geschlechtsorgan, sichtbar sein.
Folglich spricht man von einem Teilakt, wenn das Model obenrum unbekleidet ist und das Primäre Geschlechtsorgan nicht sichtbar ist. Dafür ist eine Bekleidung nicht einmal für notwendig. Auch das Spiel mit Schatten, Pose oder Haltung können dazu beitragen, dass aus einem Aktbild, ein Teilakt wird.

Nun erst wurde mir klar, dass die Bezeichnung „verdeckter Teilakt“ Unsinn darstellt. Auch wenn auf dem Bild trotz Nacktheit nichts zu sehen ist, handelt es sich um ein Aktbild. Die Abgrenzung Teilakt <> Akt, bezieht sich lediglich nur auf die Sichtbarkeit der Brust.

 

Kurz gesagt, ein Aktfoto stellt ein unbekleidetes Model dar.

Bei einer künstlerischen Abbildung spielt die Sicht auf Primäre, als auch Sekundäre Geschlechtsteile eine Untergeordnete Rolle.
Laut Definition zeigt Bild 1 ein Aktfoto. Aber auch Bild 2 & 3 sind dem Genre zugeordnet, denn auch wenn Brust als auch Scharmbereich nicht sichtbar sind, ist das Model unbekleidet.

Doch weder ein nackter Po noch Rücken reichen dafür aus, ein
Bild als Teilakt zu bezeichnen.
Dafür muss zwingend die Brust, also das Sekundäre Geschlechtsorgan, sichtbar sein.
Folglich spricht man von einem Teilakt, wenn das Model
obenrum unbekleidet ist und das Primäre Geschlechtsorgan nicht sichtbar ist. Dafür ist eine Bekleidung nicht einmal für notwendig. Auch das Spiel mit Schatten, Pose oder Haltung können dazu beitragen, dass aus einem Aktbild, ein Teilakt wird.

Nun erst wurde mir klar, dass die Bezeichnung „verdeckter
Teilakt“ Unsinn darstellt. Auch wenn auf dem Bild trotz Nacktheit nichts zu sehen ist, handelt es sich um ein Aktbild. Die Abgrenzung Teilakt <> Akt,
bezieht sich lediglich nur auf die Sichtbarkeit der Brust.

 

Bild 2: Verdeckter Akt
Bild 3: Verdeckter Akt
Bild 4: Teilakt
Bild 4: Teilakt

Ich hoffe ich konnte etwas Licht ins dunkle bringen und bei dem Einem oder Anderem die Verwirrung etwas mindern.
Abschließend lässt sich sagen, dass Ihr als Fotograf und Model klar definieren solltet, von was ihr redet. Erst wenn beide Parteien auf Augenhöhe miteinander kommunizieren ist ein Shooting ohne Missverständnisse möglich.

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